Thomas Schmid

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Rennbericht Autocross-SM Mancenans (2./3. August 2025)

2x 3. Rang in der Autocross-SM

Das entscheidende Rennwochenende der Autocross-Schweizermeisterschaft 2025 fand erstmals in Frankreich in Mancenans statt. Die flüssige Strecke war bereits vielen Fahrern als Teststrecke bekannt, nun sollten erstmals Rennen für die SM durchgeführt werden.

Da ich in beiden Kategorien jeweils auf Rang 3 liegend noch Chancen auf beide Titel hatte, reiste ich motiviert nach Frankreich. Um die Titel holen zu können musste bei mir alles perfekt laufen und gleichzeitig hätten meine direkten Konkurrenten Punkte liegen lassen. Die Wettervorhersage sagte wechselhaftes Wetter voraus, was zusätzlich für Spannung sorgte. In der Nacht vor dem Qualifying regnete sehr stark, was die Piste bis zum Morgen in ein Schlammbad verwandelte. Die Piste musste erst aufwendig gerichtet werden, bevor sie überhaupt befahrbar wurde.

Das Qualifying verlief soweit gut, jedoch nicht perfekt. Bei den Crosskarts konnte ich den 3. Rang einfahren, bei den Tourenwagen war es nur der 5. Rang. Mehr und mehr bemerkte ich, dass der Motor meines Daihatsu nicht mehr die volle Leistung hatte. Ich verlor nach jedem Lauf Kühlwasser und der Motor überhitzte. Die Zylinderkopfdichtung hatte sich leider verabschiedet… Doch solange der Motor noch nicht ganz den Geist aufgegeben hatte, warf ich den Bettel noch nicht hin.

Vor dem ersten Rennlauf begann es nochmals zu Regen die hartgefahrene Piste wurde zu einer regelrechten Eispiste. Der Start war chaotisch, zwar kam ich gut von der Linie weg, wurde aber in der ersten Kurve in den tiefen Schlamm gedrückt. Von ganz hinten musste ich das Rennen wieder aufnehmen. Von Runde zu Runde wurde es schwieriger, viele Fahrzeuge blieben im Schlamm neben der Ideallinie stecken, so unfahrbar waren die Bedienungen. Ich schaffte es mit etwas Glück ins Ziel und blieb erst nach dem Ziel stecken ;-). Dabei konnte ich mit dem 2. Rang wichtige Punkte mitnehmen.

Bei den Crosskarts startete ich als 2. in meiner Gruppe, hatte jedoch einen schlechten Start und fiel zwei Plätze zurück. Beim Versuch den Vordermann wieder zu überholen touchierte ich kurz mit dem Vorderrad eine Schlammwulst an der Kurveninnenseite, was in einen Dreher und 5. Rang resultierte.

Im zweiten Rennlauf wählte ich mit meinem Daihatsu den Startplatz auf der rechten Seite, was sich als grossen Fehler herausstellte. Der Schlamm war dort noch so tief, dass ich am Start direkt auf den letzten Platz zurückfiel. Zwar konnte ich nochmals auf den 3. Rang vorfahren, doch dies bedeutete dass der SM-Titel bei den Tourenwagen weg war.

Bei den Crosskarts hatte ich auch nur noch eine minimalistische Chance. Aus der zweiten Startreihe hatte ich einen guten Start, doch der Startbereich war noch so nass, dass ich sämtlichen Dreck von der ersten Startreihe direkt in mein Gesicht abbekam. Die Abrollfolie meiner Schutzbrille kam mit dem mehreren Zentimeter Lehm nicht mehr klar und verklemmte gleich. Absoluter Blindflug bis zur ersten Kurve… Mir blieb nichts anderes übrig als die Brille abzunehmen. Erst musste ich mich wieder orientieren und stellte fest, dass ich auf dem 4. Rang lag. Anschliessend ging es nur noch darum das Rennen irgendwie zu beenden und genügend Abstand zum Vordermann zu lassen und die Augen mit einer Hand so gut wie möglich zu schützen. Ich war froh als das Rennen vorbei war und als 4. die Ziellinie überqueren konnte. Dies bedeutete aber dass auch der Titel bei den Crosskarts nicht mehr möglich war.

Der dritte Vorlauf verlief dagegen unspektakulär und ich konnte jeweils ins Halbfinale einziehen. Dort konnte ich mit dem Daihatsu Positionen gutmachen und als 2. ins Finale einziehen. Mit dem Crosskart war ich ebenfalls auf dem Vormarsch, als ich auf Platz 2 liegend in einer Rechtskurve ungünstig ein Schlagloch erwischte welches direkt das linke Vorderrad von der Felge runter riss. Das Auto war anschliessend unfahrbar und ich musste das Rennen aufgeben. Schade, kein Finaleinzug.

Wenigstens stand ich mit dem Daihatsu im Finale. Ich war erstaunt dass der Motor nach wie vor durchhielt auch wenn dieser ohne Kühlung auskommen musste. Ich kam gut von meinem Startplatz weg und büsste erstmals keine Position ein. An der Spitze bildete sich eine 5er Gruppe um den Sieg. Als 3. war ich mittendrin. Ganz nach vorne schaffte ich es nicht mehr, doch in der letzten Runde gelang es mir noch den 2. Rang zu erobern.

Nicht ganz das Ende der Autocross-Schweizermeisterschaft was ich mir erhofft hatte. Am Schluss fehlte für die Titel leider das letzte Bisschen. Trotzdem kann ich mit zwei dritten Rängen in der Gesamtwertung der Tourenwagen und Crosskarts auf eine positive Meisterschaft zurückblicken. Ein Dank gilt an das JvdC Switzerland Team welches mir immer ein tiptopes Kart hingestellt hat! Ebenfalls möchte ich mich bei allen Sponsoren und Gönnern bedanken welche mir dieses Doppelprogramm überhaupt ermöglicht haben!